Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) setzt große Hoffnungen auf die Austragung der Frauen-Europameisterschaft 2029 in Deutschland. Die Bewerbung wird offiziell an die UEFA übermittelt. Parallel dazu stellt sich die Frage, ob Deutschland auch eine erneute Bewerbung für die Frauen-Weltmeisterschaft in Betracht zieht.
Inhaltsverzeichnis:
- DFB übermittelt Bewerbung für EM 2029
- Konkurrenz und Herausforderungen für den DFB
- Neuendorfs ambitionierte Pläne für das Turnier
DFB übermittelt Bewerbung für EM 2029
Am Mittwoch sendet der DFB seine offizielle Bewerbungsmappe für die Frauen-EM 2029 digital an die UEFA. Die Austragung dieses Turniers wäre das größte Fußball-Event in Deutschland für viele Jahre. Nach der Heim-EM der Männer 2024 und den bereits vergebenen Weltmeisterschaften 2030 und 2034 gibt es für das deutsche Männer-Team keine weiteren großen Turniere im eigenen Land in Sicht.
Die FIFA setzt weiterhin auf eine globale Verteilung großer Turniere. Dieses Prinzip führte bereits dazu, dass Deutschland mit seiner Bewerbung für die Frauen-WM 2027 scheiterte. Stattdessen erhielt Brasilien den Zuschlag und richtet erstmals eine Frauen-Weltmeisterschaft aus. Ein erneuter Anlauf für die WM 2031 wäre riskant, da die FIFA bereits angekündigt hat, die Turniere 2031 und 2035 entweder an die Concacaf-Region oder Afrika zu vergeben.
Konkurrenz und Herausforderungen für den DFB
Der DFB konzentriert sich daher voll auf die EM 2029. Die Entscheidung über den Gastgeber fällt Ende 2025. Deutschland konkurriert mit Polen, Portugal, Italien sowie einer starken gemeinsamen Bewerbung von Dänemark und Schweden. Die UEFA wird den Austragungsort im Dezember 2025 bekannt geben.
Während der DFB seine Bewerbung vorbereitet, gibt es auch Überlegungen, internationale Frauen-Klubturniere in Deutschland auszutragen. 2026 und 2027 wird die FIFA einen neuen Meisterpokal für Vereinsmannschaften einführen. Allerdings müsste zunächst ein deutsches Team die Champions League gewinnen, um daran teilzunehmen. Die Einführung einer Frauen-Klub-Weltmeisterschaft wurde auf 2028 verschoben, doch die genauen Details sind noch unklar.
Neuendorfs ambitionierte Pläne für das Turnier
DFB-Präsident Bernd Neuendorf setzt sich ehrgeizige Ziele für das Turnier. „Unser Ziel ist es, über eine Million Zuschauer in die Stadien zu bringen“, erklärte er bei einem Bundesligaspiel. Zum Vergleich: Die letzte Frauen-EM in England hatte insgesamt 574.875 Zuschauer. Deutschland möchte nicht nur ein sportliches, sondern auch ein wirtschaftlich erfolgreiches Turnier veranstalten. Bisher waren Frauen-Europameisterschaften für die UEFA ein Zuschussgeschäft. Der DFB strebt eine schwarze Null an.
Mit der Kampagne „Together We Rise“ will der Verband das Wachstum des Frauenfußballs in Europa fördern. Bis zur endgültigen Entscheidung Ende 2025 wird der DFB verstärkt für seine Bewerbung werben. Der Ausgang der Wahl durch das UEFA-Exekutivkomitee bleibt abzuwarten.
Quelle: t-online.de