Adipositas
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Laut einer aktuellen Studie droht eine dramatische Zunahme von Übergewicht und Fettleibigkeit in den kommenden Jahrzehnten. Besonders betroffen sind Erwachsene und Kinder, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Die Analyse basiert auf Daten aus 204 Ländern und zeigt einen besorgniserregenden Trend.

Inhaltsverzeichnis:

Erheblicher Anstieg der Übergewichtszahlen weltweit

Die Zahl der übergewichtigen und fettleibigen Menschen hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Im Jahr 1990 lag die Zahl der Betroffenen weltweit bei 929 Millionen, 2021 waren es bereits 2,6 Milliarden. Prognosen zeigen, dass sich diese Entwicklung in alarmierendem Tempo fortsetzt. Falls keine wirksamen Maßnahmen ergriffen werden, wird bis 2050 etwa 60 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung übergewichtig oder fettleibig sein.

Besonders drastisch ist die Situation bei Kindern

Die Studie prognostiziert einen Anstieg der Adipositasfälle bei Minderjährigen um mehr als 120 Prozent bis 2050. Diese Entwicklung stellt eine ernsthafte Herausforderung für Gesundheitssysteme weltweit dar.

China, Indien und die USA besonders betroffen

Die Studie zeigt, dass über die Hälfte aller übergewichtigen oder fettleibigen Erwachsenen in nur acht Ländern lebt. Zu den am stärksten betroffenen Staaten gehören:

  • China
  • Indien
  • USA
  • Brasilien
  • Russland
  • Mexiko
  • Indonesien
  • Ägypten

Diese Länder tragen einen erheblichen Anteil zur weltweiten Adipositas-Krise bei, da dort große Bevölkerungsgruppen betroffen sind.

China hat aktuell die höchste Anzahl übergewichtiger Menschen weltweit. In Indien und den USA steigen die Zahlen ebenfalls kontinuierlich. In Brasilien und Mexiko wird das Problem durch veränderte Ernährungsgewohnheiten und einen Mangel an Bewegung verstärkt.

Notwendigkeit politischer Maßnahmen gegen Adipositas

Gesundheitsexperten fordern verstärkte Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Entwicklung. Eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, eine Förderung der körperlichen Aktivität sowie die Verbesserung der Lebensumwelt sind entscheidende Schritte. Dabei geht es nicht nur um eine gesündere Ernährung, sondern auch um die Schaffung von Bedingungen, die eine aktive Lebensweise erleichtern.

Zu den Hauptursachen der Adipositas gehören:

  • Der hohe Konsum von verarbeiteten Lebensmitteln
  • Der zunehmende Bewegungsmangel
  • Unzureichende Präventionsmaßnahmen

Um die Gesundheitsrisiken langfristig zu senken, sind umfassende politische Strategien erforderlich.

Gesundheitsorganisationen und Regierungen stehen vor der Herausforderung, rechtzeitig wirksame Lösungen zu entwickeln, um die drohende Epidemie einzudämmen.

Quelle: tagesspiegel.de