Rückenschmerzen
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Rückenschmerzen betreffen vier von fünf Menschen im Laufe ihres Lebens. Diese Beschwerden schränken nicht nur die Beweglichkeit ein, sondern beeinflussen auch den Alltag vieler Betroffener. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) gibt anlässlich des Tags der Rückengesundheit am 15. März wertvolle Hinweise, wie man Rückenschmerzen vorbeugen und lindern kann. Besonders Bewegung spielt eine entscheidende Rolle, um Beschwerden zu vermeiden oder zu reduzieren.

Inhaltsverzeichnis:

Die Bedeutung der Bewegung laut Bernd Kladny

Nach Angaben von Prof. Dr. Bernd Kladny, stellvertretender Generalsekretär der DGOU und Chefarzt der Fachklinik Herzogenaurach, sind akute Rückenschmerzen in den meisten Fällen harmlos. „Ein Hexenschuss oder andere funktionelle Rückenschmerzen bilden sich oft von selbst zurück“, erklärt Kladny. „Bewegung hilft dabei, den Heilungsprozess zu beschleunigen.“

Dennoch reagieren viele Betroffene falsch, indem sie Ruhe bewahren, anstatt aktiv zu bleiben.

Häufige Ursachen von Rückenschmerzen

Ein häufiger Auslöser für Rückenschmerzen ist eine geschwächte Rumpfmuskulatur, die durch zu wenig Bewegung oder eine falsche Haltung überlastet wird. Besonders langes Sitzen, beispielsweise im Büro oder Homeoffice, begünstigt diese Probleme.

Kladny empfiehlt daher, regelmäßig aufzustehen, die Sitzposition zu wechseln und sich zwischendurch zu bewegen. „Es gibt keine perfekte Sitzhaltung – entscheidend ist der Wechsel zwischen aufrechtem Sitzen und entspannten Positionen.“ Zusätzlich kann der Wechsel zwischen Sitzen und Stehen die Rückengesundheit fördern.

Fünf einfache Maßnahmen gegen Rückenschmerzen

Um Rückenschmerzen vorzubeugen oder zu lindern, gibt es einige einfache Maßnahmen:

  • Gezielte Dehnungen: Übungen wie die „Katze-Kuh“-Bewegung verbessern die Beweglichkeit und lösen Verspannungen. Dabei wird der Rücken im Wechsel gebeugt und gestreckt.
  • Dynamisches Sitzen: Regelmäßige Haltungswechsel und kurze Bewegungspausen am Arbeitsplatz verhindern Verspannungen.
  • Alltägliche Bewegung: Spaziergänge und kleine Beweglichkeitsübungen fördern einen gesunden Rücken.
  • Vorbereitung auf körperliche Aktivitäten: Besonders bei intensiver Belastung, etwa im Garten oder beim Sport, sollte die Intensität langsam gesteigert werden.
  • Hausmittel nutzen: Wärmebehandlungen, Kälteanwendungen oder pflanzliche Präparate wie Capsaicin-Pflaster können Schmerzen lindern.

Wann ein Arztbesuch notwendig ist

Obwohl die meisten Rückenschmerzen harmlos sind, gibt es einige Warnsignale, bei denen eine ärztliche Abklärung notwendig ist. Dazu gehören:

  • Anhaltende Schmerzen mit Fieber
  • Starke nächtliche Beschwerden
  • Taubheitsgefühle in den Beinen
  • Kreuzschmerzen nach einer Verletzung oder bei bestehender Osteoporose

Bewegung bleibt die beste Strategie gegen Rückenschmerzen. Kleine Anpassungen im Alltag können bereits eine große Wirkung haben. Wer aktiv bleibt und seinen Rücken gezielt stärkt, kann langfristig Schmerzen vermeiden und die eigene Lebensqualität verbessern.

Quelle: Deutsches Gesundheits Portal